Die gewebten Teppiche, die man auch in Deutschland kaufen kann, sind ein abendländisches Produkt. Aber nicht nur in Asien bzw. dem nahen Osten werden Teppiche hergestellt, sondern heute auch in Deutschland, allerdings nicht mehr bzw. vielfach nicht mehr in alter Webtradition, sondern maschinell.
Teppiche gibt es heute in allen möglichen Farben und auch Formen. Auch außergewöhnliche Formen (wie ein Herz oder ein Frosch) sind heute möglich herzustellen. Die Teppiche werden je nach ihrer Beschaffenheit unterschieden in glatte, Noppen- und Schlingenteppiche. Darüber hinaus gibt es auch noch Samt-, Plüsch-, Velours- und Florteppiche. Die glatten Teppiche sind meist aus Naturmaterialien hergestellt, wie Sisal, Haargarn, Kokosfasern und Jute.
Die maschinelle Revolution im Bezug auf die maschinelle Herstellung der Teppiche wurde im 18. Jahrhundert in die Wege geleitet, und zwar durch den Engländer Edmond Cartwright, der im Jahre 1785 das erste Patent auf einen mechanischen Webstuhl anmeldete. 1826 entwickelte
Richard Roberts diese Entwicklung von Cartwright weiter zu einem betriebsfähigen Webstuhl. Im Jahr 1889 wurde dann schließlich durch den Amerikaner Northrop eine erste vollautomatische Webmaschine der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Rolle bei der Entwicklung in der Produktion der Teppiche spielt letztlich auch die Entwicklung von James Watt - die Dampfmaschine - eine Rolle. Dies war letztlich auch der Grundstein für die Industrialisierung, die von England aus in die übrige Welt getragen wurde. Ein Mann, der zuvor aber bereits die Herstellung der europäischen Teppiche prägte, war Joseph-Marie Jacquard, der im Jahr1825 die Jacquardmaschine erfand. Glatte Teppiche spielen heute vor allem als Bodenbelag in Europa eine Rolle. Der Orientteppich indes mehr als Auslegware.
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This post was written by nico123 on April 10, 2010
