St. Marien Buchenhüll: Glaubensidyll im Altmühltal


/* Style Definitions */
table.MsoNormalTable
{mso-style-name:”Normale Tabelle”;
mso-tstyle-rowband-size:0;
mso-tstyle-colband-size:0;
mso-style-noshow:yes;
mso-style-parent:”";
mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;
mso-para-margin:0cm;
mso-para-margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:10.0pt;
font-family:”Times New Roman”;}

Bischof erem. Dr. Walter Mixa Festprediger beim Frauendreißger

Buchenhüll ist eine alte Marienwallfahrtsstätte und ein wichtiger Bestandteil des Jakobsweges von Nürnberg nach Eichstätt.

Die frühere Reichsstadt Nürnberg war im Mittelalter ein Knotenpunkt von Pilgerwegen. Von dieser Zwischenstation aus gelangten Pilger nach Santiago de Compostela zum Grab des heiligen Apostels Jakobus des Älteren, nach Rom zu den Gräbern der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus sowie über die Insel Zypern, die Insel des heiligen Paulus und des heiligen Barnabas, zu den Wirkungsstätten Jesu Christi im Heiligen Land mit Jerusalem. Zahlreiche Pilger wählten den Weg über Eichstätt, um dort eine Nachbildung des heiligen Grabes sowie die Gräber der Diözesanheiligen Willibald und Walburga zu verehren.

Das Dorf war domkapitlisch. 1185 hatte Rudiger von Affenthal seine Erbgüter daselbst an das Kapitel vermacht. Edle von Buchenhüll, Eichstätter Ministeralen, werden 1122 bis 1149 erwähnt.
Die Kirche St. Marien ist ein Bau der Frühgotik, der zweiten Hälfte des 13. oder dem frühen 14. Jahrhundert angehörig.

Aber und gerade auch in der Gegenwart ist Buchenhüll eine überaus lebendige Gemeinde in der Sonntag für Sonntag und nicht nur, wenn zudem ein hoher Festtag gefeiert wird, eine MinistrantInnenschar, welche jeder weitaus größeren Stadtgemeinde alle Ehre machen würde, vor vollem Gotteshaus ihren Dienst verrichtet.

Geprägt wird das aktive Gemeindeleben von Kirchenrektor Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik, der als Vizeoffizial im Ordinariat Eichstätt und über seine wertvolle Internetseelsorge wirkt und besonders die oft in Vergessenheit geratenen Traditionen pflegt sowie auf Volksfrömmigkeit setzt.

Am 15. August startet in St. Marien Buchenhüll der Frauendreißiger 2011 mit einem feierlichen Hochamt und der Kräutersegnung um 09.30 Uhr.

Die diesjährigen Frauendreißigerpredigten an den Nachmittagen der nachfolgenden Sonntage (21., 28. August, sowie 4. und 11. September: jeweils um 13.30 Uhr Rosenkranz und um 14.00 Uhr Andacht) dienen der marianischen Einstimmung auf den nahen Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland.

An jedem Sonntag steht ein anderer Papst mit seinen Aussagen über Maria im Blickfeld (beginnend mit dem seligen Johannes XXIII., über Paul VI. und Johannes Paul I. bis zum seligen Johannes Paul II.)

Am Sonntag, dem 18. September wird die Wallfahrtszeit hochfestlich beendet: um 09.30 Uhr ist das Hochamt in der Marienkirche, und nach dem Rosenkranz um 13.30 Uhr bewegt sich die Sakramentsprozession ab 14.00 Uhr von der Wallfahrtskirche zur Lourdesgrotte, wo der frühere Eichstätter Diözesanbischof und heutige emeritierte Militärbischof Dr. Walter Mixa predigen wird.

Eine Zusammenfassung seiner bisherigen Predigten ist übrigens soeben in dem Büchlein “Gott begegnen. Reise durch das Kirchenjahr” beim MM- Verlag erschienen.

Bei schlechter Witterung wird (wie bei allen auf freiem Feld geplanten Gottesdiensten) alternativ auf die Buchenhüller Wallfahrtskirche St. Marien zurückgegriffen.

Der Frauendreißiger bezeichnet die Zeit zwischen den Festen Mariä Himmelfahrt am 15. August und Mariä Namen am 12. September. In einem römischen Ablassdokument vom 28. Oktober 2003 für den oberbayerischen Wallfahrtsort Buchenhüll wird diese besondere Gnadenzeit der Verehrung Mariens datiert von der ersten Vesper des Hochfestes Mariae Himmelfahrt bis zum Untergang der Sonne am Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September. Es ist somit ein Marienmonat in der Sommerzeit, aufbauend auf dem persönlichen Osterfest Mariens.

Sein Ursprung liegt vor allem auch in der konkreten Erfahrung, nach der diese Spanne als besonders günstige Zeit für das Sammeln von Kräutern gilt, denen dann ihre größte Heilkraft zugeschrieben wird. Der Brauch wurde in das Christentum übernommen.

Zu Ehren der Patrona Bavariae und anlässlich der mit dem Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel verbundenen Kräuterweihe finden zahlreiche Abendandachten und Wallfahrten statt. Die bekanntesten sind die Kirchfahrt der Almbauern nach Hinterriss und die Wallfahrt von München zur Marienkirche in Ramersdorf.

In der Bischofsstadt Eichstätt wird diese Zeit im Ortsteil Buchenhüll sowohl in der Marienwallfahrtskirche als auch an der Lourdesgrotte mit feierlichen Nachmittagsandachten begangen. Der Frauendreißigerschluß an der Lourdesgrotte findet jeweils an einem dem Gedenken der Schmerzen Mariens nahe gelegenen Sonntag (im September) statt.

Ausdrücklich sind der Patroziniumstag Mariae Himmelfahrt und der Festtag Mariae Geburt für Teilnehmer an Zelebrationen zu Ehren der Gottesmutter mit dem vollkommenen Ablass versehen. Außerdem kann sich jeder Gläubige einen Tag im Jahr aussuchen, an welchem er durch Mitfeier öffentlicher marianischer Frömmigkeitsübungen einen vollkommenen Ablaß gewinnen kann. Schließlich wird jedes Mal die Möglichkeit zum vollkommenen Ablass gewährt, wenn große Scharen gewallfahrtet kommen.

Insbesondere im bayerisch-tirolerischen Alpenraum ist der Frauendreißiger eine Periode ausgeprägter Marienverehrung. Die in Bayern mit dem Frauendreißiger verbundenen Sitten und Gebräuche sind anschaulich in dem Roman Rumpelhanni (1916) von Lena Christ beschrieben.

Beschrieben wird auch in der Überlieferung die Entstehung der Wallfahrt Buchenhüll, indem dort, wo sich heute das Dorf Buchenhüll ausbreitet, vor vielen, vielen Jahren ein dichter Wald stand. Weit und breit war keine menschliche Behausung anzutreffen. In diese Gegend kam nun einmal auf einem Jagdzug ein Ritter. Gegen Abend wollte er heimkehren; allein, nach stundenlangem Reiten befand er sich immer noch im Wald: Er war in der Irre. Zu allem Unglück entlud sich über dem Forst auch noch ein fürchterliches Ungewitter. Der nächtliche Reiter gab seinem Ross die Sporen und sprengte dahin. Bestürzt merkte er aber nach einiger Zeit, dass er bei einer mächtigen Buche an einer Hülle (Wasserlache) vorüber kam, wo er schon des Öfteren vorbei geritten war. Angsterfüllt hielt er an, stieg ab, warf sich auf die Knie und flehte innbrünstig zur Muttergottes um Hilfe. Ja, er gelobte sogar, ihr zu Ehren neben der Buche eine schöne Kapelle zu erbauen, wenn sie nur gnädig ihn beschütze. Als er von neuem sein Ross bestieg, bog dieses bei der Buche auf einen Pfad ein, den er vorher gar nicht gesehen hatte. Schon nach kurzem lichtete sich der Wald, der Verirrte fand sich wieder zurecht und kam glücklich heim.

Der so wunderbar Errettete ließ zuerst an der schönen Buche ein Muttergottesbild anbringen und dann an der Hülle eine Kapelle errichten. In diese brachte man später das Bild. Die Gnadenkapelle wurde bald von vielen Leuten aufgesucht, und reichlich flössen die Opfergaben von jenen, deren Bitten erhört worden waren. So konnte dann eine schöne Wallfahrtskirche erbaut werden.

Entlang des “Alten Buchenhüller Stadtweges”, vom sogenannten “Schwarzen Kreuz” bis zur Wallfahrtskirche Buchenhüll, begegnet man einem Kreuzweg.

Fürstbischof Kaspar von Seckendorf ließ im Jahre 1591 diesen Kreuzweg, den ersten in der Diözese Eichstätt, errichten. Nur zehn Martersäulen, nicht vierzehn, waren es ursprünglich. Das ist aus der Originalrechnung, die der Offizial und Regens Staphylus im Jahre 1591 dem Bischof Kaspar von Seckendorf vorlegte, ersichtlich.

Aus dieser Rechnung geht auch hervor, dass sich die Kosten auf 163 Gulden und 41 Kreuzer beliefen. Die Maße der Entfernungen zwischen den einzelnen Stationen sind durch einen Nürnberger Kaufmann aus Jerusalem mitgebracht worden.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Kreuzweg zerstört. 1850 waren von den zehn Martersäulen nur noch sechs vorhanden, und die in einem sehr schlechten Zustand. Der Preither Pfarrer Josef Simon stellte am 15. April1850 beim Ordinariat Antrag auf Wiedererrichtung des Kreuzweges. Er schreibt: “Nach Auskunft des Kirchenpflegers, Andreas Mayer, sind 700 Gulden, die dem Kulturvermögen der Kirche einverleibt sind, zur Erhaltung fraglichen Kreuzweges fundiert.”

Auf Bitten von Pfarrer Simon, Preith, ist am 9. Juli 1851 die oberhirtliche Genehmigung zur Wiedererrichtung des Kreuzweges und am 16. Juli 1851 die Genehmigung zur Benediktion des Kreuzweges erteilt worden. Die feierliche Einweihung fand am 17. August 1851 statt. Ein Franziskanerpater vollzog sie. Im Jahre 1902 ließ Pfarrer Johann B. Arnold, Preith, bei jeder Station ein hölzernes Kreuz aufstellen, damit ein Ablass gewonnen werden konnte. Die Benediktion dieser Kreuze vollzog Pater Eustach Nagel vom Kapuzinerkloster in Eichstätt.

Am Fußwege vom Ziegelhof nach Buchenhüll, am Beginn des Buchenhüller Kreuzweges, steht an einer Waldwiese, im sog. “Rotbauernholz” das “Schwarze Kreuz”. Dieses ließ der Besitzer des Grundstückes, Johann Netter aus Wimpasing, im Jahre 1913 auf Veranlassung des H. H. Pfarrers Leinfelder aus Preith errichten. Folgt man dem Kreuzweg und geht man nach der siebten Station in östlicher Richtung am Waldrand entlang, so kommt man zuerst zur “Lourdes-Grotte” und nach einigen hundert Metern zur “Herz-Jesu-Grotte”.

Die Lourdes-Grotte ist im Jubiläumsjahr 1904 von der Gemeinde Buchenhüll zu Ehren der unbefleckten Empfängnis Marions erbaut worden.

e-Mail padre@padre.at, Tel: 0 84 21 / 90 81 86, www.padre.at

Erich Neumann, freier Journalist / DPV

Postfach 11 06, D – 82196 Gilching

GSM 01 72 3 55 08 00

e-Mail newsletter@cmp-medien.de

www.cmp-medien.de

gepostet unter Kunst und Kultur

Freilichtbühnen Highlight 2011 im Pfaffenwinkel


/* Style Definitions */
table.MsoNormalTable
{mso-style-name:”Normale Tabelle”;
mso-tstyle-rowband-size:0;
mso-tstyle-colband-size:0;
mso-style-noshow:yes;
mso-style-parent:”";
mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;
mso-para-margin:0cm;
mso-para-margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:10.0pt;
font-family:”Times New Roman”;}

Wunder Wies ein Muss für Urlaubsgäste wie Einheimische

Dort, wo Oberbayern dem Allgäu die Hand gibt, im Pfaffenwinkel, ist die weltberühmte Wallfahrtskirche “Zum gegeißelten Heiland auf der Wies” als UNESCO-Welterbestätte ein Magnet für internationale Besucherströme.

Seine Entstehung und Geschichte hat sich die Laienspielerschar der Kulturgemeinschaft Steingaden zur herausfordernden Aufgabe gemacht.

Aus der Feder von Markus Fenner, den Meisten als Krimi-Autor von Tatort und der ZDF-Reihe Einsatz in Hamburg bekannt, ist unter der Regie von Helmut Gehlert und begleitet von der Musik von Marcus Graf ein begeisterndes und berührendes Mirakel um gelebte Volksfrömmigkeit entstanden, welche das über 150 Personen starke Ensemble vor der Kulisse des Fohlenhofes überaus beeindruckend und ohne jede Spur bigottischen Einschlages darbietet.

Die historisch dokumentierten Vorgänge werden in dem göttlichen Plan: ER will eine ausgefallene Kirche an einem ausgefallenen Ort und bekommt sie auch, erst stimmig und die damit verbundenen Wunder, sei es das auslösende Tränenwunder oder das bautechnisch statische der Rokoko-Koryphäen, der Gebrüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann transparent.

Und dass ganz offensichtlich auch dieses Theaterstück im himmlischen Plan ist, zeigte die Premiere, denn während es im ganzen Umland den Tag über wie aus Strömen geregnet hatte, schloss Petrus exakt zum Aufführungsbeginn die Quellen des Himmels und nicht ein einziger Topfen schmälerte den Genuss des lediglich kühl gewordenen und Sonneschirme überflüssig machenden Abend, wie der Motor von Allem, Werner Böglmüller, in seiner launigen Begrüßung anmerkte.

Der wertvollste Schatz der Kirche, die Glaubenskraft der einfachen Leut – die Volksfrömmigkeit also – steht dem Mangel an Mystik bei den Vertretern der Amtskirche damals wie heute entgegen und gibt – ohne den geringsten Anflug aufdringlicher Belehrung – elementar wichtige Signale auch und gerade für die heutige Zeit.

Der Wandel vom Skeptiker zum Visionär des Abtes Hyazinth ist beredtes Beispiel dafür, weshalb dieses mit Roß und Reiter agierende Stück für jeden Kleriker Pflicht sein sollte und für jede(n) Besucher(in) – egal ob im Glauben beheimatet oder dazu abseits stehend – elementare Impulse für sein ganz persönliche Leben anbietet.

Prädikat: Besuch besonders empfehlenswert!“

Karten: www.wunder-wies.de und Tourist Info Steingaden www.steingaden.de,

e-Mail: tourist-info@steingaden.de, Tel: 0 88 62 / 2 00

Erich Neumann, freier Journalist / DPV

Postfach 11 06, D – 82196 Gilching

GSM 01 72 3 55 08 00

e-Mail newsletter@cmp-medien.de

www.cmp-medien.de

gepostet unter Kunst und Kultur

Allgäu-Geheimtipp: Freilichtbühne Stiller Winkel Eglofs


/* Style Definitions */
table.MsoNormalTable
{mso-style-name:”Normale Tabelle”;
mso-tstyle-rowband-size:0;
mso-tstyle-colband-size:0;
mso-style-noshow:yes;
mso-style-parent:”";
mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;
mso-para-margin:0cm;
mso-para-margin-bottom:.0001pt;
mso-pagination:widow-orphan;
font-size:10.0pt;
font-family:”Times New Roman”;}

Neuinszenierung Diebslichter als gelungene Bogenspannung durch die Jahrhunderte

Der Brunnen plätschert und der Dorfplatz von Eglofs steht einer italienischen Piazza in Nichts nach, wenn die Besucher der urigen Freilichtbühne Stiller Winkel sich in der Hofwirtschaft Löwen mit den Spezialitäten von den selbst gezüchteten Weiderindern und aus dem regionalen Sortiment der LandZunge auf einen urigen Abend einstimmen und mit Josef Elgass dort einen Wirt von echtem Schritt und Korn kennen lernen.

Hinter dem ehemaligen, heute vorwiegend als Museum dienenden Kempterhaus finden an die 250 Gäste Platz und lassen sich unter der Regie der weit über das Allgäu hinaus renommierten “Freilicht-Päpste“ Hanns und Tristan Schuschnig aus Altusried von über 40 hoch engagierten LaiendarstellerInnen in lange zurück liegende Zeiten versetzen.

Eglofs, das Dorf der Freien Leut, hat sich verschrieben, seine Geschichte zu spielen.

Eglofs – eigentlich ein Dorf wie jedes andere. Kirche, Schule, Wirtschaft, Bank und Laden. Wer näher hinschaut spürt jedoch das Besondere. Gleich mehrere gut gehende Gastwirtschaften gibt es da – und alle legen Wert auf die einheimische gute Küche. Ein Pfarrer erfüllt noch seine seelsorgerischen Aufgabe und eine lebendige Grund- und Hauptschule findet man vor Ort. Viele Vereine gestalten das Alltagsleben und doch ist Alles etwas anders.

Da ist einmal der prächtige Dorfplatz mit dem neugotischen Brunnen in dessen Mitte. Auf diesen ist man besonders stolz. Ein Eglofser Schultes hat das Prachtstück 1925 den Isnyern abgekauft zum Schrottpreis, weil die ihn nicht mehr haben mochten. Damals erhielt Eglofs auch seine barocke Fassade. Josef Sichler war der Maler aus Pfronten, der dem Dorf von 1925 bis 1930 sein heutiges Gesicht gab.

Der aufmerksame Besucher sieht beim Abbiegen, dass das Dorf auf einer Anhöhe liegt. Zur Zeit der Gründung im Mittelalter suchten die Menschen für ihre Siedlungen möglichst uneinnehmbare Plätze. Dass Eglofs auf einem sicheren Ort gebaut ist, davon zeugen noch die tiefen Tobel rings um den einstigen Dorfkern. Ein erst vor wenigen Jahren entdeckter mächtiger, nahezu vollkommen erhaltener Wehrgraben unterhalb der Kirche beweist, dass das Dorf in unsicheren Zeiten errichtet wurde “Egilolves“, so hieß der heute knapp 1700 Seelen zählende und 662 über dem Meer liegenden Ort damals.

Am Südhang des Argentales, wie auf einer Kanzel, genießt der Besucher an schönen Tagen, und davon gibt es nicht wenige, die Sicht auf das hügelige Westallgäu mit der Nagelfluhkette und seinem König, dem Hochgrat. Gleich am Eingang zum Dorfplatz ein alter Bauernhof, liebevoll restauriert. Dorfstadel steht über dem Eingang geschrieben. Er beherbergt einen Saal, eine gute Stube. Liebevoll ist er gestaltet, einer alten Bauernstube nachgeahmt. Er ist eines der vielen Kleinode von Eglofs. Er wurde von den Bürgern in Eigenregie renoviert und erbaut. Im Wohnungsteil des alten Bauernhofes ist ein Musik- und Ofenkachelmuseum eingerichtet.

Neben vielen musikalischen Veranstaltungen findet hier auch Theater statt. Hinter dem Hof, am der ehemaligen Einfahrt zur Tenne liegt der Stille Winkel versteckt. Er ist Schauplatz der Eglofser Freilichtspiele. Das Dorf schreibt keine trockenen Geschichtsbücher, es spielt seine Geschichte seit vielen Jahren. Eglofs ist das Dorf der “Freien“. Einst, im Jahre 1243 haben sich die Eglofser mit 1000 Mark in Silber freigekauft von der fürstlichen Herrschaft, eine bemerkenswerte Gemeinschaftsleistung. Als Lohn erreichten sie die Reichsunmittelbarkeit. Sie unterstanden ab diesem Zeitpunkt direkt dem Kaiser und waren frei und nicht mehr Leibeigene.

1282 wurde das kleine Dorf mit seiner Burg, die leider restlos verschwunden ist, zur Stadt erhoben. Die Rechte der Stadt Lindau genoss das kleine Volk. Seitdem führen die Eglofser den Reichsadler mit dem Lindenzweig im Schnabel und wählten ihren Amman ohne obrigkeitlichen Einfluss. Nicht nur am Ort, denn zu Eglofs gehörten einst auch die Freien im Allgäu – von Oberstdorf bis zum Pfänder. Rechte, die sie sich immer wieder erkämpfen mussten. Davon zeugen die heute noch im Archiv des Ortes vorhanden Kaiserurkunden.

Der Kampf um die Freiheit ist das prägende Merkmal Eglofser Geschichte, so schreiben die Historiker. Und das zeichnet Eglofs heute noch aus. Eine freie und unabhängige Gemeinschaft zu sein, das wollen die Leute im Dorf der Freien heute noch.

Damit diese bewegte Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, führt der seit 1982 rührige Geschichts- und Heimatverein immer wieder Historienstücke auf der Bühne in Stillen Winkel auf und nimmt sich 2011 eines, neben den heroischen und romantisierend daher kommenden Stücken und Balladen vom Räuber Kneißl, dem bayerischen Hiasl oder der schwarzen Vere in Oberschwaben bislang eher weitgehend unbeachtet gebliebenen Themas an: des Bettler- und Gaunermilieu der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Oberschwaben.

Die Neuinszenierung des 1998 erstmals zur Aufführung gekommenen Stückes von Karl Stiefenhofer handelt vom heruntergekommenen und von der Gesellschaft ausgestoßenen Bürckenbauer, welcher nach dem Tod seiner Frau Genofev nochmals auf Freiersfüßen wandelt.

Dabei gerät er in die Gesellschaft des Krottenmetzgers, einem der vielen Räuber, welche damals die Region unsicher machten.

Nach dem Mord an seinem Rivalen flieht er ins nahe Kloster Isny und erhält dort Asyl, aus dem ihn die List seiner Flamme in den Rachegedanken um den Tod ihres Zukünftigen lockt, womit die Geschichte, welche sich auf einen authentischen Fall, der sich im Jahre 1738 im damals erst seit wenigen Jahren bestehenden Bad Malaichen zutrug stützt, ein insgesamt schlimmes Ende nimmt.

So gibt es auch einen unbewussten, doch deswegen nicht weniger beklemmenden Bogenschlag zwischen den Zeiten.

Denn währen die damals aus der puren Not zu Bettlern und Räubern Gewordenen den Aberglauben hatten, dass die Finger von Ungeborenen – die Diebslichter – bei ihren Raubzügen unsichtbar machten und so vor dem Entdeckt werden schützen sollten, weshalb so manche Greueltat zu Erlangung eben dieser Diebslichter erfolgte, berät der Deutsche Bundestag ganz aktuell zur PID, der Präimplantationsdiagnostik.

Nicht wenige der Lebensschützer, wie bsw. die seriöse Autorin, gelernte Übersetzerin und Ägyptologin sowie selbständige Journalistin, Dozentin und Moderatorin, Alexandra Maria Linder M. A., als stellvertretende Vorsitzende der “Aktion Lebensrecht für Alle” (ALfA), weisen dabei darauf hin, dass dies ein Türöffner für eine Geißel unserer Zeit ist, da die Abtreibungsindustrie – und dies heute ohne Not, sondern nur aus reiner Profitgier – Embryonen u. A. bereits für Anti-Aging-Präparate einsetzt und dies weiter auszubauen sucht.

So haben die kurzweiligen Stunden im Stillen Winkel durchaus auch einen sehr ernsten und tagesaktuellen Aspekt, regen zum Nachdenken darüber an, das die Geschichte von heute nicht auch ein und dann noch weit schlimmeres Ende nimmt.

Den ganzen Juli über wird gespielt, wobei Termine unter www.diebslichter.de ersichtlich und Kartenbestellungen über ghv@eglofs.de bzw. Fax 0 75 66 / 90 77 24 bzw. Tel. 90 77 23 möglich sind.

Für Urlaubsgäste und Einheimische aus der näheren, wie weiteren Umgebung eine überaus empfehlenswerte Veranstaltung nach der auf der anderen Seite des Dorfplatzes – gegenüber dem Löwen also – der Gasthof zur Rose zum Ausklingen bei einem guten Viertele oder einem kleinen Vesper einlädt.

Erich Neumann, freier Journalist / DPV

Postfach 11 06, D – 82196 Gilching

GSM 01 72 3 55 08 00

e-Mail newsletter@cmp-medien.de

www.cmp-medien.de

gepostet unter Kunst und Kultur

Bilderrahmen von schlicht bis anspruchsvoll

Leinwandbilder und Kunstdrucke, aber auch großformatig ausgedruckte eigene Fotos sind aus den dekorativen Elementen von Wohn- und Geschäftsräumen heute nicht mehr wegzudenken. Schließlich sind genau sie es, die einem Raum ein ganz persönliches Flair verleihen. Auch für die optisch ansprechende Präsentation von Puzzles gibt es die passenden Bilderrahmen günstig im Internetshop.

Bilderrahmen online zu bestellen, hat einen großen Vorteil für den interessierten Kunden, denn er findet hier eine besonders breit gefächerte Auswahl vor. Für eine so breite Angebotspalette von Bilderrahmen haben viele niedergelassene Kunstgeschäfte gar nicht den notwenigen Platz. Schließlich reicht im Online Bilderrahmen Shop das Sortiment von kleinen Rahmen für ein Familienfoto zur Aufstellung auf dem Schreibtisch bis hin zu großen Bilderrahmen aus Glas, Kunststoff oder Echtholz, in denen man sogar ein riesiges Poster von einem Film oder der Aufnahme einer netten Landschaft unterbringen kann.

Auch für Leinwandbilder gibt es hier die passenden Umrahmungen. Wer hier Bilderrahmen bestellen möchte, der hat die Wahl aus den unterschiedlichen Styles. Damit kann man den gesamten Style einer Wohnung oder eines Büros noch einmal unterstreichen oder mit den Exemplaren aus dem Bilderrahmen Shop einen hübschen Kontrast dazu schaffen. Wer möchte, kann sich für seine Leinwandbilder Bilderrahmen bestellen, die denen ähnlich sind, die auch bei den Ausstellungen in Museen und Galerien verwendet werden. Andererseits gibt es im Bilderrahmen Versand auch Varianten, die sehr schlicht sind und sich von der Optik her besonders gut in eine futuristisch gestaltete Umgebung einfügen können, bei der bei der Einrichtung großer Wert auf Elemente aus Edelstahl und Glas gelegt worden ist.

gepostet unter Kunst und Kultur

geschrieben von Torsten on April 15, 2011

Weltkulturerbe in Gefahr – kann man wegsehen wo Millionen Augen weltweit hinsehen?

Wird die Via Appia Antica – die “Königin der Straßen“, das über alle Grenzen hin bekannte Weltkulturerbe – zerstört, da deren Basaltsteine seit Mai 2010 stillschweigend neu verlegt wurden/werden!

 

Die Via Appia Antica wurde zum Jahr 2000 und mit Einsatz europäischer Fördergelder (!) als archäologische- und Naturschutz-Zone valorisiert, d. h. Müll entfernt, das Basaltsteinpflaster wieder freigelegt, in der Nähe der Park der Aquädukte eingerichtet, etc..

 

Stadtführer, welche die Via Appia Antica mit ihren Reisegruppen in der Saison fast wöchentlich stadteinwärts erwandern, registrierten seit Mitte Mai 2010 eine Baustelle.

 

Aufgrund des Bauzauns, der auch Fußgängern Zutritt wie Einblick versagte, war nicht zu verifizieren, was da genau geschah; die Auskunft der Bauarbeiter war “auf die Via-Appia-Basaltsteine würde Kopfsteinpflaster gelegt.“

 

Am Nationalfeiertag, den 02. Juni 2010 hatte die Menschenmenge derjenigen, die wie immer an Feiertagen bei gutem Wetter die Via Appia bewandern, die Bauzäune geöffnet und so wurde einer engagierten Stadtführerin und Kunsthistorikerin Tags darauf zweifellos klar, dass nicht ein Belag auf den historischen Basaltstein-Belag der Via Appia gelegt wurde, sondern die originalen Basaltsteine neu verlegt wurden und werden, das authentische – vor 10 Jahren unter großem finanziellen Aufwand und mit viel Mühen hervorgeholte Pflaster – somit zerstört wird, bzw. bereits ist!

 

Am Bauzaun ist das Ganze als “Straßenverbesserungsmaßnahme“, mit einem von der Presidenza del Consiglio dei Ministri gezeichneten Schild und mit Kosten von ca. € 400.000 deklariert.

 

Die Arbeiten am größten “neu verlegten“ Abschnitt der Via Appia waren Anfang Juni 2010 bereits abgeschlossen und damit der Schaden unwiederbringlich eingetreten.

Seither werden diese Maßnahmen an mehreren kleineren Stellen weiter fortgesetzt.

 

Wie es möglich ist, dass derartiges Vorgehen ohne Transparenz für die Öffentlichkeit erfolgt, ist dazu die zentrale Frage.

 

Zum Schutz unwiederbringlicher Kulturgüter und Kunstschätze ist die Weltöffentlichkeit also aufgerufen, einen Blick ganz anderer Art auf diese Stätte zu werfen und diesem Treiben Einhalt zu gebieten und für die Zukunft ähnlich zerstörerische Eingriffe zu verhindern!

 

Bei Stuttgart 21 zeigt Bürgerprotest Wirkung und in Dresden schließlich reichte bereits ein neuer Brückenbau zur Aberkennung des Titel als Weltkulturerbe – wie also könnte dann die direkte Zerstörung eines solchen ohne Gegenwehr und Folgen bleiben?

 

 

Erich Neumann

freier Journalist / DPV

Postfach 11 06

82196 Gilching

GSM 01 72 3 55 08 00

e-Mail newsletter@cmp-medien.de

www.cmp-medien.de 

gepostet unter Kunst und Kultur

Naturfarben färben nicht nur Haare

Durch die unterschiedlichen Arten der Naturfarben, wird schnell deutlich, dass diese diverse Einsatzgebiete aufweisen können. Betrachtet man sich die Naturfarben genauer, sollte dennoch darauf geachtet werden, aus welchen Materialien die Naturfarben hergestellt werden. So können neben den diversen Naturfarben ebenfalls naturidentische Farben, die unterschiedliche Einsatzgebiete aufweisen können. Vergleicht man die verschiedenen Naturfarben genauer, sollte allerdings auch hierbei beachtet werden, dass neben der künstlichen Herstellung die Naturfarben in unterschiedlichen Grundstoffen bereitgestellt werden können. Vergleicht man die Naturfarben genauer, sollte des Weiteren auch hierbei beachtet werden, dass neben den verschiedenen Arten der Naturfarben und Farben sowie Zusammensetzungen die Naturfarben verschiedene Einsatzgebiete aufweisen können. Dennoch sollte bei den diversen Naturfarben, zu denen auch das bekannte Henna gehört darauf geachtet werden, dass die unterschiedlichen Pflegehinweise bzw. der passende Umgang bei Naturfarben beachtet werden sollte. Durch einen Vergleich, der die gesamten Naturfarben gegenüberstellt, sollte allerdings auch hierbei beachtet werden, dass die Naturfarben neben den Arten und Leistungen sowie Preisen ebenfalls die diversen Qualitätsstufen und Einsatzgebieten gefunden werden. Durch diesen Vergleich wird ebenfalls deutlich dass die hohe Qualität nicht immer den höheren Preis betreffen kann und muss. Da die Naturfarben in verschiedenen Bereichen angeboten und verwendet werden können, sollten die verschiedenen Vorbereitungen bei dem Einsatz der Naturfarben beachtet werden. Hat man in dem passenden Verglich die entsprechenden Naturfarben gefunden, wird deutlich, dass diese Farben eine unterschiedlich lange bevor sie ausgewaschen werden, verwendet werden können. In den meisten Fällen können somit die verschiedenen Naturfarben sofort verwendet werden, sodass der Spaß mit den neuen Naturfarben gefunden werden kann.

gepostet unter Kunst und Kultur

geschrieben von carmen on August 19, 2010

Tags:

Ideen für ein antikes Geschenke zur Hochzeit auf B2B Antiques

Sie würden gerne jemandem mit einem antikes Geschenk zur Hochzeit eine Freude machen, kennen sich aber mit Antiquitäten nicht aus? Das ist natürlich ein Problem, denn gerade bei antiken Sachen kann man sehr schnell einen Fehlkauf machen. Denn außer echten Experten kann oftmals niemand entscheiden, ob das angebotene Stück wirklich ein Original ist, oder nicht. Deshalb sollten Laien ausschließlich bei anerkannten Händlern kaufen, wenn Sie z.B. antike Geschenke zur Hochzeit für Freunde oder Verwandte suchen. Solche Händler findet man natürlich in Mengen im Internet oder in den Gelben Seiten, allerdings wissen Sie dann noch lange nicht, ob dieser Verkäufer auch wirklich zuverlässig ist und Sie nicht versucht, mit billigen Duplikaten übers Ohr zu hauen. Daher sollten Sie im Internet in Portalen nach Verkäufern suchen, die möglichst sicher sind. Wenn Sie selbst gewerbetreibender sind, dann haben Sie doch sicher bereits Zugang zu diversen B2B-Portalen, oder? Wenn Sie auf denen nichts finden, dann suchen Sie doch gezielt nach B2B Antiques-Portalen. Hier bieten die Händler wirklich antike Ware an und da Sie in diesem Portal registriert sind, können sie nach dem Verkauf nicht einfach abtauchen, sondern müssen die Verantwortung für die verkaufte Ware übernehmen. So können Sie die antiken Geschenke zur Hochzeit für Freunde und Verwandte getrost über Internet kaufen, denn auch der Internethandel hat seine Vorschriften und ist ebenso sicher, wie der „normale“ Handel in den Geschäften. Außerdem haben Sie im Internet immer die Möglichkeit, Foren zu suchen, auf denen die ausgesuchten Händler von Kunden bewertet werden, die bereits bei diesen gekauft haben. So haben Sie eine zusätzliche Versicherung, dass es sich bei dem Verkäufer um einen seriösen Geschäftspartner handelt.

gepostet unter Kunst und Kultur

geschrieben von nico123 on December 23, 2009

Tags: ,