Ist es wirklich so einfach sich selbst die Karten zu legen und die eigene Zukunft vorauszusagen, wie oft behauptet wird? Einerseits kann da schon etwas dran sein, denn zu kaum einer Zeit gab es so viele Wahrsager, Kartenleger und Astrologiekundige, wie heute. Andererseits fällt es vielleicht auch nur mehr auf, weil uns mittlerweile die ganze Welt zugänglich ist, nicht zuletzt auch durch das Internet und Fernsehen.
Fakt ist, Wahrsager gibt es in Massen. Sie bieten ihre Dienste online, in den Zeitungen und im TV an. Vielleicht hat man sogar direkt im Ort einen Wahrsager sitzen, der den Kunden die Karten legt oder aus der Hand liest. Wie sich diese Menschen das Wissen angeeignet haben ist auch nicht so schwer nachzuvollziehen und sicherlich gehört zwar Übung dazu, aber vielfach besser und vor allem ausschlaggebend ist die Fähigkeit, sich schnell ein Bild über seinen Kunden, dessen Leben etc. zu machen.
Wenn Menschen Wahrsager aufsuchen sind sie in den seltensten Fällen nur neugierig. Viele klammern sich an die Hoffnung, weil bisher alles andere in ihrem Leben nicht funktioniert hat. Oft gehen Menschen auch erst dann zu Wahrsagern, wenn es ihnen nicht gut geht. Warum sollten sie denn auch hingehen, wenn das Gegenteil der Fall ist? Sie sind somit verzweifelt, spüren den Wunsch nach einem besseren Leben und der Wahrsager soll ihnen sagen, dass genau dieses eintreffen wird. Tut er natürlich, denn in keinem Leben gibt es nur schlechte Dinge. Das Leben ist nun mal wie eine Welle, es geht rauf und wieder runter. Wenn ein Wahrsager nun seinem Kunden erzählt, dass er sieht, wie es wieder bergauf geht, ein neuer Job in Aussicht steht, da ein Mann zu sehen ist – schöpft der Kunde wieder Hoffnung, sein Verhalten ändert sich und er bewirkt zum Großteil selbst die Veränderungen, die er sich wünscht. Auch wenn das nicht wirklich viel mit dem Voraussagen der Zukunft zu tun hat – ein Wahrsagen kann durchaus Gutes im Menschen bewirken.
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This post was written by Torsten on January 27, 2012
